Was bei der Anlage einer Paulownia Plantage zu beachten ist

Anpflanzung einer Paulownia Plantage

1. Pflanztermin

Die Paulownia Sämlinge werden möglichst erst gepflanzt, wenn die Eisheiligen vorbei sind, also meist erst ab Mitte Mai. Unsere Sämlinge werden als Containerpflanzen verkauft und können den gesamten Sommer gepflanzt werden.

 

In den ersten Wochen nach der Auspflanzung ist es ganz normal, dass die Paulownia nur langsam wächst, in dieser Zeit bildet sie ihr Wurzelwerk aus, aus dem sie später die Kraft für ihr schnelles Wachstum zieht. In den ersten beiden Jahren ist die Paulownia sehr anfällig für Konkurrenzvegetation und muss vor dieser unbedingt geschützt werden! In einem Radius von mindestens 30cm (60cm Durchmesser) um die Paulownia sollte jegliche Vegetation entfernt werden. Auch Gras usw. muss entfernt werden, am besten man deckt diesen Bereich mit Mulchplatten, Stroh, oder Mulchfolien ab.  

 

2. Bodenvorbereitung

Bei der Bodenvorbereitung haben Sie zwei Möglichkeiten:

2.1 Pflügen des gesamten Feldes und Aufbringen von Herbiziden usw.

2.2 Bohren eines Pflanzlochs. Optimal ist es, wenn mit einem Erdbohrer ein Loch gebohrt wird, dieses sollte 30cm breit und 60cm tief sein. Das Loch ist anschließend mit lockerer Erde zuzuschütten und bei dieser Gelegenheit mit zwei, drei Schaufeln Komposterde zu vermischen. Bei dieser Methode muss das Feld vorher nicht gepflügt werden.

 

Für welche Bodenvorbereitung Sie sich entscheiden, hängt stark von Ihren finanziellen Möglichkeiten und der verfolgten Strategie ab. Eine forstwirtschaftliche Fläche durch Pflügen vorzubereiten ist preisgünstig, Pflanzlöcher auszuheben dagegen teuer. Durch ein Pflanzloch verbessern Sie die Wuchsleistung im ersten Jahr, da Sie mit diesem eine harte Pflugsohlenschicht durchbohren, die ansonsten von der Wurzel erst durchwachsen (kostet Zeit) werden muss. Das Pflanzloch bringt Ihnen einen Wachstumsvorteil von etwa vier Monaten.

 

Ihre Strategie entscheidet

1. Bei der Energieholzerzeugung sind die Pflanzenzahlen deutlich höher als bei einer Wertholzplantage. Deshalb sollten Sie die Fläche einer Energieholzplantage lediglich pflügen (keine Pflanzlöcher ausheben).

 

2. Bei der Wertholzerzeugung stelt sich die Frage, ob geringe Anlagekosten oder ein möglichst hoher Deckungsbeitrag relevant sind.

Möchten Sie die Anlagekosten gering halten, dann pflügen Sie die Fläche. Den Deckungsbeitrag maximieren Sie durch das Ausheben von Pflanzlöchern.

 

3. Anbauschema

3.1 Für die Energieholzerzeugung

Für eine Paulownia-Plantage mit vierjährigem Umtrieb planen Sie mit einem 2*2m Design. Aufgrund der Wurzeletablierung im ersten Jahr benötigt der erste Umtrieb ein Jahr länger. Sie benötigen 2500 Paulownien je Hektar.

 

3.2 Für eine Wertholzplantage

Eine Paulownia Wertholzplantage sollten Sie im Schema 2*4m anbauen. wofür Sie 1250 Paulownien je Hektar benötigen. Ungefähr nach dem vierten Jahr wird die Plantage durchforstet und auf einen Abstand von 4x4m eingestellt. Die zweite Durchforstung findet nach dem achten Jahr statt, bei dieser wird die Plantage auf den Zielabstand von 6x4m gestellt. Ziel ist es, nach ca. 12-15 Jahren ein Bestand von 416 Wertholzbäumen (Zielbäume) je Hektar zu haben. Schon in den ersten Jahren werden diese Zielbäume (Z-Bäume) selektiert und bei der Durchforstung besonders berücksichtigt.  

 

4. Bodendüngung

Benutzen Sie für die Bodendüngung einen Volldünger. Die Düngung sollte Ende Mai erfolgen. 

 

5. Bewässerung

Nach der Pflanzung sollte die Paulownia mit ca. 1l Wasser gegossen werden, je nach Witterungslage sollte dies ein paar Wochen lang wiederholt werden.

 

Die Verfügbarkeit von Wasser ist für das Wachstum entscheidend, besonders in den ersten beiden Jahren, bis die Paulownia-Wurzeln so tiefe Erdschichten erreicht haben, dass sie sich das benötigte Wasser selbst ziehen können.

 

In Gegenden mit weniger als 600mm Niederschlag sollten Sie so lange bewässern, bis die Wurzeln das Grundwasser erreicht haben. Wie lange das dauert, hängt von dem jeweiligen Grundwasserspiegel ab. Als Bewässerungsystem hat sich eine Tröpfchenbewässerung bewährt. Es empfiehlt sich, die Paulownien nur 1-2 mal die Woche zu bewässern, dafür aber mit jeweils ca. 10-15 Liter Wasser. Wenn Sie eine Fläche dauerhaft mit wenig Wasser bewässern, so verteilt sich dieses nur in den oberen Erdschichten und die Wurzeln werden nicht dazu animiert, in die Tiefe zu wachsen. Bei einer selteneren aber intensiveren Bewässerung sickert das Wasser in tiefere Erdschichten und animiert die Wurzeln so zu einem Tiefenwachstum.

 

6. Rückschnitt des Paulownia-Triebes nach dem ersten Jahr

Für eine optimale Entwicklung der Pflanze ist es empfehlenswert, den Paulownia-Trieb im zweiten Jahr zurückzuschneiden. Im ersten Jahr soll die Pflanze lediglich ihr Wurzelwerk etablieren, wofür sie reichlich Energie benötigt. Der im ersten Jahr gebildete Trieb ist nicht so dick und stabil wie der nach dem Rückschnitt nachwachsende Trieb. Besonders bei der Wertholzerzeugung sollte dies beachtet werden.

Pflegemaßnahmen für gute Anbauerfolge

Pflege einer Paulownia

Wenn die Paulownia für die Wertholzproduktion angeplanzt werden soll, so müssen ein paar wenige Plegemaßnahmen beachtet werden, um gute Anbauerfolge zu ...

An unseren Plantagen beteiligen

Cathaia Razgrad II

Sichern Sie sich Ihren Anteil an einer unseren bereits angelegten und etablierten Paulownia Plantagen. 

 

Zum Angebot

Weltweit aktiv

Unsere Standorte

Ein Kiri Wuchsjahr im Zeitraffer

Video 1. Wuchsjahr

Über uns

Unternehmensfilm

Hier erhältlich

Unsere Pflanzen

Eine Plantage von uns

Cathaia Razgrad I