Was bei der Anlage einer Paulownia Plantage zu beachten ist

Anpflanzung einer Paulownia Plantage

1. Pflanztermin

Die Paulownia Pflanzen können von Ende April bis Anfang Juli gepflanzt werden. Je früher die Pflanzung erfolgt, desto besser ist das für die Pflanzen. Bei Spätfrösten kann es nochmal zu Erfrierungen an den grünen Pflanzenteilen kommen, die Paulownia treibt dann aber nochmal aus der Wurzel neu aus.   

 

In den ersten Wochen nach der Auspflanzung ist es ganz normal, dass die Paulownia nur langsam wächst, in dieser Zeit bildet sie ihr Wurzelwerk aus, aus dem sie später die Kraft für ihr schnelles Wachstum zieht. 

 

2. Bodenvorbereitung

 

Während die Bodenvorbereitung auf Ackerflächen sowohl großflächig, wie auch punktuell durchgeführt werden kann, muss diese auf Grünlandflächen punktuell erfolgen. Generell sollte der Oberboden aufgelockert und Sperrschichten durchbrochen werden. Böden ohne Sperrschichten brauchen hingegen nicht übermäßig tief bearbeitet werden. Das Einbringen weiterer Erden/ Substrate ist für gewöhnlich nicht notwendig. Als Faustregel bei der Tiefenlockerung gilt "nur handeln, wenn absolut notwendig". 

  • Vorhandene Sperrschichten durchbrechen
  • Oberboden auflockern, pflügen, grubber, etc.

 

3.Abdeckmaßnahmen

Die Paulownia Jungpflanze kann sich in den ersten zwei Jahren kaum gegen Konkurrenzvegetation durchsetzen. Wichtig ist daher die Beseitigung der vegetativen Konkurrenz in einem Radius von mind. 0,5m um die Pflanzstelle. Nach der Pflanzung sollte diese mit einer Mulchplatte aus PE Folie, Unkrautvlies, Silofolie oder Bändchengewebe von mindestens 1m x 1m abgedeckt werden.

 

Schutzabdeckungen unterdrücken sowohl die Konkurrenzvegetation, schützen aber auch vor Verdunstung, erwärmen den Boden und machen den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zur Unkrautbekämpfung überflüssig.

  • Pflanzsstelle mit 1m² Mulchplatte etc. abdecken
  • Nich abgedeckte und von Konkurrenzvegetation freigehaltene Besände können ausfallen 

 

3. Anbauschema

3.1 Für die Energieholzerzeugung

Für eine Paulownia-Plantage mit vierjährigem Umtrieb planen Sie mit einem 2*2m Design. Aufgrund der Wurzeletablierung im ersten Jahr benötigt der erste Umtrieb ein Jahr länger. Sie benötigen 2500 Paulownien je Hektar.

 

3.2 Für eine Wertholzplantage

Eine Paulownia Wertholzplantage sollten Sie im Schema 2*4m anbauen. wofür Sie 1250 Paulownien je Hektar benötigen. Ungefähr nach dem vierten Jahr wird die Plantage durchforstet und auf einen rechnerischen Abstand von 4x4m eingestellt. Die zweite Durchforstung findet nach dem achten Jahr statt, bei dieser wird die Plantage auf den rechnerischen Zielabstand von 6x4m gestellt. Ziel ist es, nach ca. 12-15 Jahren ein Bestand von 417 Wertholzbäumen (Zielbäume) je Hektar zu haben. Schon in den ersten Jahren werden diese Zielbäume (Z-Bäume) selektiert und bei der Durchforstung besonders berücksichtigt.  

 

4. Bodendüngung

Benutzen Sie für die Bodendüngung einen Volldünger. Die Düngung sollte Mitte Mai erfolgen. 

 

5. Bewässerung

Nach der Pflanzung sollte die Paulownia mit ausreichend Wasser gegossen werden, je nach Witterungslage sollte dies ein paar Wochen lang wiederholt werden.

 

Die Verfügbarkeit von Wasser ist für das Wachstum entscheidend, besonders in den ersten beiden Jahren, bis die Paulownia-Wurzeln so tiefe Erdschichten erreicht haben, dass sie sich das benötigte Wasser selbst ziehen können. Die Paulownia kommt zwar mit Trockenperioden sehr gut zurecht, kann ihr Wuchspotential aber nur bei guter Wasserversorgung ausschöpfen.

 

In Gegenden mit weniger als 600mm Niederschlag sollten Sie so lange bewässern, bis die Wurzeln das Grundwasser erreicht haben. Wie lange das dauert, hängt von dem jeweiligen Grundwasserspiegel ab. Als Bewässerungsystem hat sich eine Tröpfchenbewässerung bewährt. Es empfiehlt sich, die Paulownien nur 1-2 mal die Woche zu bewässern, dafür aber mit jeweils ca. 10-15 Liter Wasser. Wenn Sie eine Fläche dauerhaft mit wenig Wasser bewässern, so verteilt sich dieses nur in den oberen Erdschichten und die Wurzeln werden nicht dazu animiert, in die Tiefe zu wachsen. Bei einer selteneren aber intensiveren Bewässerung sickert das Wasser in tiefere Erdschichten und animiert die Wurzeln so zu einem Tiefenwachstum.

 

6. Rückschnitt des Paulownia-Triebes nach dem ersten Jahr

Für eine optimale Entwicklung der Pflanze ist es empfehlenswert, den Paulownia-Trieb im zweiten Jahr zurückzuschneiden. Im ersten Jahr soll die Pflanze lediglich ihr Wurzelwerk etablieren, wofür sie reichlich Energie benötigt. Der im ersten Jahr gebildete Trieb ist nicht so dick und stabil wie der nach dem Rückschnitt nachwachsende Trieb. Besonders bei der Wertholzerzeugung sollte dies beachtet werden.

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