Forstpflanzen kaufen

Forstpflanzen & besondere Baumarten

Viele Infos zu Forstpflanzen und klimarobusten Baumarten für den Wald der Zukunft


Inhaltsverzeichnis

1. Versand 

2. Paulownia Forstpflanzen
3. Wichtige Informationen
4. Nadelbäume
5. Laubbäume
6. Lohnanzucht 
7. Pflanzenqualität

8. Baumarten

Versand & Herkunft

Unsere Forstpflanzen und besonderen Baumarten werden ausschließlich in Deutschland kultiviert. Die Pflanzen versenden wir weltweit

 

Pflanzenmenge

Hier können Sie Forstpflanzen und seltene Baumarten in kleinen Stückzahlen für Ihre Versuchsfläche und mittelgroße Anlage erwerben. Benötigen Sie eine größere Pflanzenmenge, so sprechen Sie uns bitte direkt an.  

 

Was bieten wir?

Umfangreiche Informationen zu Pflanzzeit, waldbaulichen Behandlungsempfehlung, Rolle im Klimawandel etc. finden Sie auf den Detailseiten der jeweiligen Baumart.

 

 



Unsere besten Forstpflanzen, selektierte und mykorrhizierte Baumarten kaufen

Paulownia Forstpflanzen

Baumarten - P. ShanTong
Baumarten - P. Artemis
Forstpflanze - P. Tomentosa
Baumarten - P. Forstpflanzen


Wichtige Informationen zu...

Forstpflanzen Sorten
Aufforstung
Pflanzen - Aufforstung

Kriterien für gute Qualität

Auf das Wurzelwek kommt es an.  

Forstpflanzen Anbau

Anbau im Forst

Rolle im Klimawandel,  Ökologie, Waldbau



Nadel - Baumarten - Forstpflanzen 

Forstpflanze-Atlaszeder
Forstpflanze-Douglasie
Forstpflanze-Edel-Tanne
Forstpflanze-Europäische-Lärche


Baumart - Gemeine-Fichte
Baumart - Gemeine-Kiefer
Baumart - Hemlocktanne

Tsuga heterophylla

Baumarten derzeit nur Shop

2021: auf Anfrage

auf Anfrage

Baumart - Hybridlärche


Forstpflanzen - Kolorado-Tanne
Forstpflanzen - Koreanische-Tanne
Forstpflanzen - Libanonzeder
Forstpflanzen - Nordmann-Tanne


Baumarten - Riesen-Küstentanne
Baumarten - Riesen-Lebensbaum
Baumarten - Schwarzkiefer
Baumarten - See-Kiefer


Forstpflanze-Spirke
Forstpflanze-Strobe
Forstpflanze-Sumpfzypresse
Forstpflanze-Weißtanne


Laub - Baumarten - Forstpflanzen

Forstpflanze - Amerikanischer-Tulpenbaum
Forstpflanze - Baumhasel
Forstpflanze Bergahorn
Forstpflanze Edelkastanie


Baumart - Elsbeere
Baumart - Europäische Eibe
Baumart - Flatterulme
Baumart - Hainbuche


Forstpflanzen Hybridnuss
Forstpflanzen Kaukasische Flügelnuss
Forstpflanzen Pekannuss
Forstpflanzen Robinie


Baumarten - Rotbuche
Baumarten - Roteiche
Baumarten - Schuppenrinden Hickory
Baumarten - Schwarznuss


Forstpflanze Speierling
Forstpflanze Spitzahorn
Forstpflanze Stieleiche
Forstpflanze Traubeneiche


Baumart - Vogelbeere
Baumart - Vogelkirsche
Baumart - Wildapfel
Baumart -  Wildbirne


Baumarten  Winterlinde
Baumarten  Zerreiche


Lohnanzucht und weitere Forstpflanzen

Sie benötigen eine größere Anzahl Bäume einer speziellen Baumart, auch einer die hier nicht aufgeführt ist - Bitte sprechen Sie uns an. 

 


Pflanzenqualität der Container Forstpflanzen

Aktuell werden in den deutschen Baumschulen besonders unsere Hauptbaumarten wie Fichte, Buche und Eiche wurzelnackt kultiviert. Die Idee der Containerpflanze ist nicht neu, war früher aber eher für hochmechanisierte Pflanzverfahren und für schwierige Lagen im Gebirge konzipiert. Dabei werden die Pflanzen in einzelnen Töpfen oder in einheitlich großen Plattensystemen herangezogen. Heute bieten sie eine echte, äußerst flexible Alternative und, durch die zunehmende Entwicklung der Produktions- und Pflanzverfahren, eine Vielzahl an Vorteilen gegenüber der wurzelnackten Forstpflanzenware:

 

+ Produktion und Pflanztechnik können vereinheitlicht werden (z. B. Pottiputki-Pflanzrohr), wodurch die Pflanzungskosten reduziert werden

 

+ ein Pflanzschock ist durch den schützenden Erdballen kaum vorhanden -> höhere Anwuchserfolge und niedrigeres Ausfallrisiko -> keine Nachbesserungen notwendig

 

+ Containerpflanzen können nahezu ganzjährig gepflanzt werden

 

+ keine Wurzeldeformationen und kein Wurzelschnitt im Wald nötig!

 

Als Nachteile werden häufig der höhere Preis und Wurzeldrehwüchse genannt.

Letztere können wir durch unsere modernen Baumschulcontainer ganz und gar ausschließen. Unsere verwendeten Containersysteme haben alle Wurzelrippen, welche die Wurzeln im Wachstum gleichmäßig nach unten führen und so einen Wurzeldrehwuchs verhindern. 

 

Doch ist die berüchtigte Preisfrage gerechtfertigt? Wir sagen nein! Containerpflanzen sind vitaler und durch den Erdballen mit einem „Starter-Kit“ ausgestattet, welches ihren Wuchsstart im Wald deutlich erleichtert. Bei Containerpflanzen setzen Sie auf Qualität, nicht auf Masse. Sie sparen sich für den Pflanzenaufpreis dafür Nachbesserungs- und Pflegekosten und können durch die besseren Anwuchsraten auf weniger Pflanzungen pro Hektar setzen!

 

Dazu wird durch die fortwährende Weiterentwicklung von Containersystemen und der Produktionstechnik auch der Pflanzenpreis zukünftig weiter minimiert. Und das bei gleichbleibender Qualität! Unsere Container sind stets ideal auf die Bedürfnisse der jungen Bäume und dadurch auch auf Ihre Wünsche angepasst.

 


Was sind Forstpflanzen? 

 

Zu den Forstpflanzen zählen junge Bäume und Sträucher, welche zur forstwirtschaftlichen Nutzung in Forstbaumschulen ausgesät, angepflanzt und gezüchtet werden. Krüssmann (1981) definiert Forstpflanzen als „ein- bis dreijährige Sämlinge und einmal verschulte Pflanzen, die baumschulmäßig herangezogen und im Allgemeinen für den Absatz an forstliche Haupt- oder Nebenbetriebe bestimmt sind“. Steckhölzer (bewurzelt und unbewurzelt) sowie Wildlinge werden ebenfalls den Forstpflanzen zugeordnet. Wildlinge sind aus Naturverjüngungen hervorgegangene Jungpflanzen, welche aus dem Wald entnommen wurden. Sie sind zwar preiswert zu erwerben, weisen allerdings oft einen schlechteren Anwuchserfolg auf, da durch das Ausgraben der kleinen Pflanzen im Wald viel Wurzelmasse verloren geht.

Im „Gesetz zur Erhaltung des Waldes und zur Förderung der Forstwirtschaft“ (§2 Bundeswaldgesetz) heißt es weiterhin:

Wald im Sinne dieses Gesetzes ist jede mit Forstpflanzen bestockte Grundfläche.

Dies schließt nicht nur junge Pflanzen, sondern allgemein Waldbäume und -sträucher mit ein, welche gemeinhin in der Lage dazu sind, Wald zu bilden oder in Waldform forstwirtschaftlich genutzt werden. Ob diese Bäume und Sträucher aus natürlicher oder künstlicher Verjüngung stammen, spielt dabei keine Rolle. Doch was beschreibt dann der Begriff Forst?

 

Als Forst wird gemeinhin bewirtschafteter Wald bezeichnet. Dabei ist der Übergang von Wald zu Forst fließend, da der deutsche Wald nicht nur als Holzlieferant bewirtschaftet, sondern auch zu Zwecken des Ökosystems, des Schutzes und der Erholung gepflegt und demnach „bewirtschaftet“ bzw. gemanaged wird. Eine klare Abgrenzung besteht nur zum Urwald, welcher von menschlichen Einflüssen gänzlich unberührt bleibt.

 

Forstpflanzen Situation in Deutschland

 

Die Erzeugung von und der Handel mit Forstpflanzen in Deutschland unterliegt dem Forstvermehrungsgutgesetz (kurz FoVG, ehemals Forstsaatgutgesetz). Zweck des Gesetzes ist es, die Forstwirtschaft und ihre Leistungsfähigkeit durch die Bereitstellung von hochwertigem und identitätsgesichertem forstlichen Vermehrungsgut zu fördern. Hierfür wurden für die wichtigsten forstlichen Baumarten spezielle Herkunftsgebiete ausgeschieden. Der Waldbesitzer hat dadurch die Möglichkeit, auf Saatgut bzw. Pflanzen zurückzugreifen, über deren Herkunft und Eigenschaften genaue Angaben vorliegen. Für Forstpflanzen, welche nicht dem Forstvermehrungsgutgesetz unterliegen, gelten für den Staatswald bestimmte Richtlinien und für den Privat- und Kommunalwald Empfehlungen, welche sich unter Anderem an den staatlichen Richtlinien orientieren. Jedes Bundesland besitzt dazu eigene Grundsätze, Strategien und Standards, welche sich bspw. wiederrum an die Leitlinien des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) orientieren (z. B. die Waldstrategie 2050). Die Bedeutung und der Anteil dieser nicht den FoVG unterliegenden Forstbaumarten nimmt im Zuge der globalen Erwärmung zu.

 

Aufgrund der klimatisch günstigen Bedingungen (milde Winter, höherer Jahresniederschlag) für die Anzucht forstlicher Jungpflanzen, hat sich ein Großteil der Forstbaumschulen im Süden Schleswig-Holsteins bzw. im Pinneberger Kreis konzentriert. Auch unsere Forstbaumschule befindet sich in Deutschlands größten Baumschulgebiet.

 

Herkunftssicherung durch Zertifizierung bei Forstpflanzen

 

Durch Rückstellproben und genetische Analysen können die Herkünfte von Saatgut definiert, geprüft und sichergestellt werden. So wird die Qualität einer Forstpflanze mit Blick auf ihre standortbedingte Angepasstheit und Ausbildung bestimmter, forstlich gewünschter Merkmale wie Wuchsbild- und Leistung gewährleistet. Aktuell existieren zwei Zertifizierungssysteme für die Herkunftssicherheit von Forstpflanzen auf dem Markt:

 

-          ZüF = Zertifizierungsring für überprüfbare forstliche Herkunft Süddeutschland e.V.

-          FfV = Forum forstliches Vermehrungsgut e.V.

 

 

Beide gelten für PEFC- und FSC-zertifzierte Wälder als geforderter Standard in der Pflanzenbeschaffung.

 


Baumarten in Deutschlands Wäldern

Das finden Sie hier

1. Baumartenverteilung

2. Kurzportrait wichtigsten Baumarten
3. Unterschied zw. Laub- Nadelbaum
4. Herkunft der Baumarten
5. Welche Wurzeltypen gibt es?
6. Unterscheidung nach Lichtbedarf
7. Immergrün oder sommergrün

8. Wuchsgeschwindigkeit

9. Baumarten im Klimawandel



Die wichtigsten Baumarten im deutschen Wald 

 

Deutschland ist zu einem Drittel mit Wald bedeckt. Im Zuge der Bundeswaldinventur wurde der Wald in 51 Baumarten bzw. Baumartengruppen eingeteilt. Dabei hat nicht jede Baumart den gleichen Stellenwert oder kommt gleichmäßig verteilt vor.

 

So machen lediglich 11 Baumarten ungefähr 90% des Holzbodens aus. Das sind die sogenannten Hauptbaumarten und werden absteigend nach Flächenanteil gelistet:

  • Gemeine Fichte 25%
  • Gemeine Kiefer 22%
  • Rotbuche 15%
  • Eiche 10%
  • Gemeine Birke 4%
  • Gemeine Esche 4%
  • Schwarzerle 2%
  • Tanne 2%
  • Europäische Lärche 2%
  • Douglasie 2%
  • Bergahorn 2%

Die restlichen 40 Baumarten leisten, trotz ihrer geringen Flächenverbreitung, wichtige Beiträge zur Biodiversität, Stabilität und Bodenpflege. Diese selteneren Bäume erzielen daher oft höhere Holzpreise und sind sehr gefragt bei Spezialanwendungen.

 

Wobei in den letzten Jahrzehnten ein klarer Rückgang der Nadelbaumarten zu verzeichnen ist. Dagegen ist der Anteil der Laubbäume gestiegen und es wird vermehrt auf möglichst artenreiche Mischwälder gesetzt. Ein Mischwald bietet einfach mehr Sicherheit in Hinblick auf Schädlingsbefall und Gewinndiversifizierung als eine reine Monokultur egal welcher Baumart.

 

Hier folgt in Kürze die Vorstellung der wichtigsten Baumarten

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Unterschiede zwischen Laubbaum und Nadelbaum

 

Die möglichen Unterteilungen der Baumarten sind so unterschiedlich wie der Wald selbst. Es gibt Licht- und Schattenholzarten, tief- und flachwurzelnde Bäume oder auch konkurrenzschwache Baumarten. Die einfachste Unterteilung ist in Laubbaum oder Nadelbaum. Der deutsche Wald besteht aus 57% aus Nadelwald und zu 43% aus Laubwald.

 

Alle Laubbaumarten sind sogenannte Bedecktsamer, die ihre Samen in einem geschlossenen Fruchtblatt oder Fruchtknoten einbetten. Bei Laubbäumen haben die Blätter eine Netzaderung und die Blattfläche sowie Blattnerven, Blattspreite und Lamina im Verhältnis zur Blattdicke relativ groß. Durch die großen Blätter kann der Baum mehr Photosynthese betreiben. Das verschafft diesen Baumarten in gemäßigtem Klima mit kurzem und milden Winter einen Vorteil.

 

Dagegen sind Nadelbäume Nacktsamer und bewahren ihre Samen meistens in Zapfen auf. Die Nadeln der Nadelbäume haben eine Streifenaderung oder auch Paralleladerung. Außerdem ist die Blattfläche im Verhältnis zur Blattdicke sehr klein. In kalten Regionen, wo die Winter lang und kalt sind, haben sich Nadelbäume durchgesetzt.

 

Einzige Ausnahme bildet der Ginkgo, der sowohl zu den Nadel- als auch zu den Laubbäumen gehört.

 

 

Unterscheidung nach Herkunft der Baumarten

 

Des Weiteren können Baumarten hinsichtlich ihrer geographischen Herkunft unterteilt werden. So unterscheidet man zwischen einheimischen bzw. deutschen Baumarten und gebietsfremden Arten.

 

Die heimischen Bäume haben sich auf natürlichem Wege in Deutschland verbreitet und gelten als angepasst an die Bedingungen hier zu Lande.

 

Dem stehen die sogenannten Gebietsfremden Baumarten gegenüber, die oft vom Menschen auf Grund des guten Wachstums oder besonderen Eigenschaften in unseren Breitengraden gepflanzt wurden.

 

 

 Welche Wurzeltypen gibt es? 

 

Tiefwurzler 

Tiefwurzelnde Baumarten bilden eine dominante Hauptwurzel, die meistens senkrecht in den Boden wächst und der Baum dadurch an mehrere Meter tiefes Grundwasser gelangt. Ein tiefwuzelnder Baum hat den Vorteil tief im Boden verankert zu sein und dadurch besser gegen Windwurf gewappnet ist.

 

> Einheimische tiefwurzelnde Baumarten

Eibe, Eßkastanie, Eiche, Esche, Kiefer, Speierling, Tanne, Ulme, Wacholder, Walnussbaum

 

> Tiefwurzelnde Gastbaumarten

Goldlärche, Kirschlorbeer/Lorbeerkirsche, Echter Lorbeer, Mammutbaum, Schwarznussbaum, Zeder

 

 

Flachwurzler

Dagegen bilden Flachwurzler ein weit verzweigtes Seitenwurzelsystem mit kleineren und gleichmäßigen Wurzeln, die sich in den oberen Bodenschichten verteilen. Daher eignen sich diese Baumarten besonders bei hohem Grundwasserspiegel oder wo ausreichend Oberflächenwasser durch Regen vorhanden ist.

 

> Einheimische flachwurzelnde Baumarten
Apfelbaum, Buchs, Espe, Eberesche/Vogelbeere, Fichte, Erle, Mehlbeere, Pappel, Rosskastanie, Stechpalme, Weide

 

> Flachwurzelnde Gastbaumarten

Hemlocktanne, Lebensbäume (Thuja), Tulpen-Magnolie, Robinie, Scheinzypresse, Sicheltanne, Urweltmammutbaum, Zypresse

 

 

Herzwurzler

Es gibt allerdings noch die herzwurzelnden Baumarten, die eine Kombination aus beiden Wurzelsystemen aufweisen. Sie bilden mehre schräg nach unten wachsenden Wurzeln, die sich nochmals seitlich verzweigen, wodurch sich ein komplexes herzförmiges Wurzelsystem ergibt. 

 

Feld-Ahorn, Spitz-Ahorn, Amberbaum, Baumhasel, Birke, Blauglockenbaum (Kiri), Buche, Douglasie, Schwarz-Erle, Gingko, Hainbuche, Kirschbaum, Lärche, Linde (Sommerlinde, Winterlinde), Platane

 

 

Unterscheidung nach Lichtbedarf

 

Lichtbaumarten 

Lichtbaumarten benötigen etwa 10 bis 20 Prozent vom Sonnenlicht.

> Birke, Blauglockenbaum (Paulownia) Eiche, Erle, Esche, Espe, Kiefer, Kirsche, Lärche, Nussbaum, Weide

 

 

Halbschattenbaumarten

Halbschattenbaumarten können bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen wachsen. 

 

> Bergahorn, Douglasie, Hainbuche, Spitzahorn, Ulme

 

 

 

Schattenbaumarten

Schattenbaumarten vertragen kein volles Sonnenlicht und können mit 1 bis 10 Prozent Sonneneinstrahlung wachsen. 

 

> Feldahorn, Buche (Rotbuche), Eibe, Fichte, Linde, Tanne

 

In der Jugend wachsen Lichtbaumarten bis zu einem Alter von 15 bis 20 Jahren schneller als Schattenbaumarten. 

 

 

Immergrün oder nur sommergrün

 

Sommergrüne Baumarten werfen ihre Blätter oder Nadeln am Ende der Vegetationsperiode ab und immergrüne behalten logischerweise ihre Blätter oder Nadeln.

 

Die meisten immergrünen Bäume sind Nadelbäume, aber es gibt auch wenige Laubbäume, die ihre Blätter behalten, wie die Steineiche. Ebenso gibt es auch sommergrüne Nadelbaumarten wie Lärchen, Sumpfzypressen oder Urweltmammutbäume.

 

 

Unterscheidung nach Wuchsgeschwindigkeit

 

Das Wachstum von Bäumen wird grundsätzlich von den jeweiligen Standortfaktoren wie Lichtverhältnisse, Regenhäufigkeit, Bodenverdichtung, Jahrestemperaturen, verfügbare Nährstoffe oder auch Schädlingen beeinflusst. Außerdem spielt auch das Alter eine Rolle, denn junge Bäume wachsen schneller und verringern im Alter zunehmend ihre Wuchsgeschwindigkeit.

 

Als schnellwachsend gilt eine Baumart, wenn das Längenwachstum mehr als 30 cm pro Jahr beträgt.

 

Schnellwachsende Laubbäume

Einheimisch: 

> Berg-Ahorn, Birke, Buche, Eberesche/Vogelbeere, Eiche, Erle, Esche, Hainbuche, Vogel-Kirsche, Silber-Pappel, Zitterpappel (Espe), Spitzahorn, Silber-Weide

 

Gast:

> Blauglockenbaum (Paulownia), Eucalyptus, Robinie (Scheinakazie)

 

>>> Die Paulownia zählt weltweit zu den am schnellsten wachsenden Baumarten. 

 

 

Schnellwachsende Nadelbäume 

Heimisch:

> Gemeine Fichte, Österreichische Schwarz-Kiefer, Wald-Kiefer, Europäische Lärche

 

Gast:

> Douglasie, Lebensbaum, Scheinzypressen, Sicheltanne, Kolorado-Tanne, Küsten-Tanne, Urweltmammutbaum, Leyland-Zypresse

 

 

Baumarten im Klimawandel

 

Die Temperaturen steigen, die Trockenheit im Sommer wird jedes Jahr länger und in der Folge vermehren sich Schädlinge wie der Borkenkäfer quasi ungehindert. Diese erschwerten Umweltbedingungen in Folge des Klimawandels sorgen jedes Jahr besonders bei Fichtenbeständen für enorme Schadholzmengen.

 

Deshalb wird in Deutschland schon seit längerem mit verschiedenen alternativen Baumarten, die aus trockeneren Regionen stammen, experimentiert. Klimaforscher gehen nämlich von einem etwas wärmer und trockener werdenden Klima aus. Das stellt viele einheimische Baumarten vor Probleme, was auch der Waldzustandsbericht von 2021 zeigt:

  • 4 von 5 Bäumen haben eine lichte Krone

  • 2020 starben so viele Bäume wie noch nie zuvor

  • 277 000 Hektar Schadfläche müssen wieder aufgeforstet werden
Baumarten und Forstpflanzen