Douglasie (Pseudotsuga menziesii)


Douglasie - Pseudotsuga menziesii (HkG 85304)- PBS Sommerkation

 

Qualität: 2 j.v.S im QP 15

Größe: 30-60cm

Herkunft: HkG 85304

 

Versandtermin: 13.10.2020 oder nach individueller Abstimmung

 

ab 2,27€

 

87,00 €

  • 7 kg
  • nur noch begrenzte Anzahl vorhanden
  • Versand erfolgt dienstags1

Douglasie - Oktober 2021 - Pseudotsuga menziesii (HkG 85304)

 

Qualität: 2 j.v.S im QP 15

Größe: 30-60cm

Herkunft: HkG 85304

 

Versandtermin: 01.10.2021 oder nach individueller Abstimmung

 

ab 1,99€

 

75,00 €

  • 7 kg
  • verfügbar
  • Versand erfolgt dienstags1

 

Kurz und knapp 

 

  • konkurrenzstarke Baumart aus Nordamerika, die die Wuchsleistung der einheimischen Fichte übertreffen kann 
  • Ist in der Lage auch auf wasser- und nährstoffarmen Standorten hohe Zuwachs- und Wertleistungen zu erbringen  
  • Robust gegenüber Trockenheit, Hitze und Sturmereignissen (Herzwurzelsystem) 
  • Ökologisch zuträglich: standortgerecht, nicht invasiv (Ausbreitung und räumliche Bestandesordnung kontrollierbar) und bodenpfleglich 
  • Mehrere langjährige wissenschaftliche Anbauerfahrungen vorhanden: Mischbestände mit Rotbuche zeigen Erfolge, horstflächenweiser Voranbau in Kiefern- oder Sparmischungen mit Fichtenbeständen benötigen etwas aufwändigere Pflegemaßnahmen

 

Beschreibung

 

Die Douglasie ist eine in Nordamerika weit verbreitete Nadelbaumart, welche sich dort an viele verschiedene Klimaverhältnisse anpassen konnte. Sie bildet innerhalb der Kieferngewächse die eigene Gattung Pseudotsuga. Durch den schottischen Botaniker und Namensgeber David Douglas kam sie im 19. Jahrhundert nach Mitteleuropa und wird in Deutschland bereits seit über 100 Jahren forstlich angebaut. In Österreich gilt sie bereits als wichtige Wirtschaftsbaumart und konnte in vielen weiteren Ländern erfolgreich kultiviert werden (z. B. Neuseeland, Chile).

Man unterscheidet bei P. menziesii zwischen zwei Varietäten, die Küsten- und die Inlandform. In Deutschland wird die wuchsstärkere Küstenform, die Grüne bzw. Küsten-Douglasie (P. menziesii var. menziesii), angebaut, welche sich resistenter gegenüber der für die nordamerikanischen Douglasien typischen Douglasienschütte (Rhabdocline pseudotsugae) zeigt. Diese kann im mitteleuropäischen Raum Höhen von bis zu 60 m erreichen, in Nordamerika kann sie sogar Höhen von über 100 m und einen BHD von bis zu 4,5 m erreichen. In seiner Heimat wird er bis zu 1.000 Jahre alt.

 

Potenzielle Rolle im Klimawandel und im Wald der Zukunft: 

 

Die Douglasie gilt nach mehreren jahrzehntelange wissenschaftlichen Anbauversuchen (besonders in Österreich) als anbauwürdig und durch ihre Robustheit und ihr schnelles Wachstum prädestiniert dazu, eine sehr wichtige Rolle im Klimawandel und im zukünftigen Wald zu spielen. Sie verträgt die sich zukünftig häufenden, länger andauernden Trockenperioden sehr gut und ließ sich bisher in bestehende einheimische Waldgesellschaften gut integrieren.  

Sie gilt in Fachbereichen als nicht invasiv in Deutschland, da forstlich-praktische Erfahrungen zeigen konnten, dass durch eine kontrollierte Bestandsordnung die Ausbreitung sehr gut gesteuert werden kann. 

 

 

Ökologie und Standort: 

 

Die Douglasie ist eine konkurrenzstarke und sehr raschwüchsige Halbschattenbaumart, welche ein tiefgründiges Herzwurzelsystem ausbildet. Sie zeichnet sich besonders durch eine äußerst breite Nährstoffamplitude und ihre Anspruchslosigkeit aus, kann auch auf wasser- und nährstoffarmen Standorten hohe Zuwachs- und Wertleistungen erbringen und trägt mit ihrer guten Streuzersetzung zu einer Bodenpflege bei. Ein optimales Wachstum zeigt sie aber auf frischen, tiefgründigen, leichten bis mittelschweren Böden. Dazu gilt sie als äußerst robust gegenüber klimatischen Extremen (z. B. Dürre und kalte Winter) und ist sturmfest. Dies macht sie ebenfalls zu einer guten Alternative zu unserer heimischen Fichte, da sie deren Wuchsleistung sogar übertreffen kann. 

 

 

Schadfaktoren: 

 

Im juvenilen Stadium zeigt sich die Douglasie sehr empfindlich gegenüber Frost und Frosttrocknis und sollte deshalb unter Schirm und mit Seitenschutz angepflanzt werden. Bei der Pflanzung sollte unbedingt eine Austrocknung der Setzlinge verhindert werden. 

Die adulte Pflanze ist sehr robust und zeigte bisher nur geringe Dispositionen gegenüber heimischen Schaderregern, reagiert aber sehr empfindlich auf Wasserüberschüsse (Staunässe). 

 

 

Waldbauliche Behandlungsempfehlung: 

 

Zum Waldbau mit der Douglasie bestehen bereits präzisere Ausführungen. 

 

  • Jungwuchs (1,5 – 3,0 m Oberhöhe): in geschlossenen Beständen mit evtl. Nachlichtungen bei unzureichendem Wachstum (bes. bei Vor- und Nachanbauten) 

 

  • Dickung (3,0 – 7,0 m Oberhöhe): Reduzierung auf 1.600 – 2.000 Stk./ha unter Berücksichtigung der Erhaltung der Mischbaumartenanteile. Nachlichtungsmaßnahmen bei Vor- und Nachanbauten spätestens hier notwendig 

 

  • Läuterung, Z-Baum-Auswahl (7,0 – 12,0 m): 150 – 200 Z-Baumanwärter pro Hektar (Beurteilung nach Vitalität, Gradschaftigkeit, gut entwickelte Kronen und geringe Astdurchmesser)  

 

  • Durchforstung (bis über 20 m Oberhöhe): Überprüfung der Z-Bäume auch bereits ab 12,0 m Oberhöhe und ggf. Ästen und Entnahme von Bedrängern. Bei zu starkem Schirm ist eine weitere Auflichtung nötig 

 

  • Zielstärkennutzung: in Abstimmung mit der (natürlichen) Verjüngung, um einen gut strukturierten und ungleichaltrigen Mischbestand zu gewährleisten. Bei nicht reifen, aber gut entwickelten Douglasien ist eine Wertästung erforderlich (Totasterhalter) 

 

Möglich sind Vergesellschaftungen mit der Rotbuche (Fagus sylvatica), der Gemeinen Kiefer (Pinus sylvestris) oder der Gemeinen Fichte (Picea abies). 

 

 

Holzeigenschaften: 

 

Das kernbildende Holz ist sehr strukturiert und besitzt eine dekorative Farbgebung. Es ist gut bearbeitbar und besitzt eine mäßige Dauerhaftigkeit.  

Die Qualität und Eigenschaft des allgemein beliebten Holzes korrelieren mit der Jahrringbreite. Holz mit eng stehenden Jahrringen ist dauerhaft und ist vielseitig im Außen- und Rahmenbau einsetzbar sowie als Holz für Fußböden, Treppen oder Fenster gut geeignet. Feine Qualitäten werden besonders für Segelmasten und Dekor-Furniere nachgefragt. Momentan sind die Europäischen Qualitäten nur unbefriedigend und entsprechen nicht denen der amerikanischen Importe. 

 

 


 

Quellen: 

 

 

Bauhus Jürgen, Bindewald Anja, Michiels Hans-Gerhard (2017): Waldbauliche Potenziale, Risiken und Invasivitätsbewertung der Douglasie. AFZ-DerWald 9/2017, S. 34-36. 

GD-Holz (2020): Douglasie – Holz-ABC. https://www.gdholz.net/holz-abc/douglasie.html. 

Göttinger Forstwissenschaften (2015): Potenziale und Risiken eingeführter Baumarten – Baumartenportraits mit naturschutzfachlicher Bewertung. Universitätsverlag Göttingen, Band 7. 

Niedersächsische Landesforsten (2008): Entscheidungshilfen zur Behandlung und Entwicklung von Douglasienbeständen. Waldbau-Merkblätter der Niedersächsischen Landesforsten (NLF). 

Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt (Sachen-Anhalt) (2016): Merkblatt zur Bewirtschaftung von Douglasienbeständen des Landes Sachsen-Anhalt. 

Roloff, A.; Bärtels, A. (2008): Flora der Gehölze – Bestimmung, Eigenschaften, Verwendung. Verlag Ulmer, 4. Auflage. ISBN: 978-3-8001-8246-6. 

Ruhm W., Englisch M., Schönauer H., Geburek Th., Perny B., Neumann M.; 2016: Douglasie (Pseudotsuga menziesi). BFW-Praxisinformation 41: S. 33 – 36. 

Schütt, P.; Schmuck, H. J.; Stimm, B. (2013): Lexikon der Baum- und Straucharten – Das Standardwerk der Forstbotanik. Nikol Verlag, 2. Auflage. ISBN: 978-3-86820-123-9.