Verwendung

Das Holz der Paulownia

Das Holz der Paulownia wird als Wertholz für die Herstellung von Möbeln und Musikinstrumenten, aber auch im Bootsbau und vielen weiteren Bereichen verwendet. Wegen seiner Stabilität und Leichtigkeit ist es das Aluminium unter den Holzarten. Und wegen ihres schnellen Wachstums ist die Paulownia auch für die Biomasseproduktion in Kurzumtriebsplantagen (KUP) interessant. Im Vergleich zu Pappel und Weide ist der Biomassezuwachs einer Paulowniaplantage um bis zu 30 Prozent höher. 

Eigenschaften

Charakteristik des Holzes

Aussehen Helles Holz mit seidigem Glanz

 

Flammpunkt Sehr hoher Flammpunkt: bei 420°C. Bei gewöhnlichem Waldholz liegt dieser bei ungefähr 270°C, deshalb wird das Paulownia-Holz in Bereichen eingesetzt, die einen erhöhten Feuerschutz benötigen.

 

Gewicht Das Holz ist sehr leicht: 330 kg je fm. Im Vergleich dazu wiegt Eichenholz etwa 580 kg je fm. Aufgrund des niedrigen Gewichts des Paulownia-Holzes und seiner dennoch sehr stabilen Eigenschaften wird es im Bootsbau, Flugzeugbau und weiteren Bereichen, in denen Gewichtsreduktion von Vorteil ist, eingesetzt.

 

Oberfläche Das Holz der Paulownia ist recht weich und lässt sich sehr gut bearbeiten. Daher ist nach der Verarbeitung auch eine Behandlung notwendig, nach dieser ist die Holzoberfläche dann hart und alltagstauglich.

 

Hartholz Das Paulownia-Holz ist trotz seiner weichen Oberfläche ein klassifiziertes Hartholz. Diese nicht ganz richtige, aber auch nicht ganz falsche Klassifizierung ist auf die Stabilität des Holzes zurückzuführen, die einem Hartholz entspricht.

 

Trocknung Das Paulownia-Holz trocknet sehr schnell an der Luft, innerhalb von 30-60 Tagen weist es einen Feuchtigkeitsgehalt von 10-12 Prozent auf. Bei Ofentrocknung wird dieser Wert in 24-48 Stunden erreicht. Dabei ist es formstabil, verzieht und verdreht sich nicht.

Wenn es stabil und leicht sein muss

Verwendung des Paulownia-Wertholzes

 

Möbelbau

 

Musikinstrumente

 

Bootsbau

 

Flugzeugbau

 

Surfbretter

 

Bilder finden Sie hier ...

Biomasse

Die Paulownia als Energierohstoff

In Deutschland sind Paulownia-Anpflanzungen, trotz hoher Biomasse-Erträge, als Energieholzplantagen noch nicht sehr verbreitet. Im Gegensatz zu ihrem Heimatland China, wo sie schon seit Jahrtausenden als Energielieferant angebaut wird. Doch das Interesse am Holz der Paulownia als Biomasserohstoff wächst. Dies liegt an den sich wandelnden Bedürfnissen der Bevölkerung, aber auch an erfolgreichen Anbauversuchen von Universitäten und Privatinvestoren.

 

Holz- und Pallet-Heizungen werden speziell in Deutschland immer beliebter. Die Pallets werden meist aus dem Restholz der Wertholzgewinnung oder aus dem Holz von Energieholzplantagen hergestellt. Künftig wird das "Abfallholz" nicht mehr ausreichen, um der steigendenden Nachfrage gerecht zu werden, weshalb Energieholzplantagen im Kurzumtrieb wichtiger werden sollten. Auch gibt es immer mehr industrielle Biomassekraftwerke, was ebenfalls zu einer Nachfrageerhöhung bei Hackschnipseln und Biomasse führen wird. Daraus sollte ein kurz- bis mittelfristiger Preisanstieg für den Rohstoff Holz resultieren.

 

Die Paulownia ist der ideale Kurzumtriebsplantagenbaum. Im Vergleich zu Pappel und Weide ist der Biomassezuwachs einer Paulowniaplantage um bis zu 30 Prozent höher. Zudem schlägt sie wieder aus dem Stock aus, muss also nach der Holzernte nicht nachgepflanzt werden. So fallen die Anlagekosten nur einmalig an.

Auch in Bezug auf ihre Trocknungsfähigkeit ist sie unschlagbar, so hat sie schon nach 30-60 Tagen Lufttrocknung im Freien einen Feuchtigkeitsanteil von 10-12% erreicht und kann effizient verbrannt werden. Bei der Trocknung im Ofen wird dieser Wert nach ca. 24-48 Stunden erreicht. Im Gegensatz zu Pappel und Weide verbrennt sie sauberer, hinterlässt weniger Asche und kann deshalb auch gut als Kaminholz verwendet werden. 

(siehe Energieholzproduktion in der Landwirtschaft)

 

Nicht zuletzt haben wohl diese vielen positiven Eigenschaften auch RWE von der Paulownia überzeugt, RWE hat in Europa bereits mehrere hundert Hektar Paulownia-Plantagen angebaut.

RWE Innogy Energieholzplantagen in Deutschland 2009/2010
Uebersicht-Energieholzplantagen-der-RWE-
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Weil sie so schnell wächst

Wiederaufforstung mit der Paulownia

Durch ihr rapides Wachstum (eine vierjährige Pflanze erreicht nicht selten Wuchshöhen von über acht Metern) ist die Paulownia der ideale Baum zur Wiederaufforstung, beispielsweise nach Waldbränden. Auch kann sie durch ihr tiefes Wurzelwerk eine Bodenerosion verhindern. 

 

Aber auch für die Begrünung neu entstehender Freizeitressorts, Ferienanlagen oder Wohngebiete ist die schnell wachsende und hübsch anzuschauende Paulownia interessant.

 

Die Paulownia-Bepflanzung eines schlechten oder kontaminierten Bodens verbessert die Bodenqualität, der Boden wird entgiftet, weshalb die Paulownia ein geeigneter Baum für die Sanierung und Rekultivierung von Flächen ist. Ihre enorm großen Blätter binden viele Nährstoffe, diese Blätter verliert die Paulownia am Ende der Vegetationsperiode, aus dem Laub wird eine fruchtbare Humusschicht (Stickstoffanteil der Blätter zwischen 15 und 25 Prozent). Durch die großen Blätter der Paulownia, die Schadstoffe binden, verbessert sich die Luftqualität, deshalb ist sie für die Aufforstung in Industriegebieten interessant. 

Alternative Anbaumethoden in der Landwirtschaft

Intercropping mit der Paulownia

Für Landwirte ist die Paulownia auch alternativ interessant: Die Bäume können zusammen mit anderen Kulturen angepflanzt werden (intercropping), ihre Blüten und Blätter sind reich an Nährstoffen, die sie an den Boden abgeben und so dessen Qualität erhöhen. Zudem können die Paulownien Wasser aus größeren Tiefen absorbieren, wodurch sich vor allem in trockenen Gebieten die Wachstumsbedingungen für Mitkulturen verbessern. Bei einer Intercropping-Pflanzung schützt die Paulownia die Co-Kulturen vor starken Winden und starker Sonneneinstrahlung und ermöglicht so deren optimale Entwicklung. Die Blätter können an Nutztiere verfüttert werden, sie haben einen hohen Eiweißanteil und sind leicht verdaulich. Die bis zu 40 Zentimeter breiten Blätter der Paulownien produzieren reichlich Sauerstoff und nehmen große Mengen an Kohlendioxid auf.

(siehe Schlussbericht des Projekts agroforst; Universität Freiburg)

Hohe Rendite

Eine Paulownia Kurzumtriebsplantage (KUP)

Das schnelle Wachstum der Paulownia macht sie als Investitionsprojekt für die Anlage einer Wertholz-Plantage bedeutend. Bereits nach etwa 12-15 Jahren können diese Plantagen, unter den hiesigen klimatischen Bedingungen, geerntet und hohe Renditen erwirtschaftet werden. Aufgrund der kurzen Umtriebszeit, von weniger als 20 Jahren, ist eine Paulownia-Wertholzplantage eine landwirtschaftliche Kurzumtriebsplantage und unterliegt nicht den forstwirtschaftlichen Bestimmungen. Hier gehen wir ausführlicher auf KUP ein.

 

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